Was sind Grafiker?

Das griechische Wort grafiki bedeutet ´die Kunst, zu malen, zu schreiben und zu zeichnen´. Es zeigt sich die ethymologische Ähnlichkeit zum deutschen Wort Grafiker, der danach ein Mensch ist, der sowohl im Bereich der Angewandten als auch der Bildenden Kunst tätig sein kann.

Grafiker, die ihre Arbeit überwiegend mit der Hand verrichten ( dazu können Radierung, Holzschnitte und Handzeichnungen gehören ) und die in stark begrenzter Auflage oder sogar als Unikat erscheinen, rechnet man häufig der Bildenden Kunst zu. Im Gegensatz dazu findet man Grafiker der Angewandten Kunst bei der Verbindung von Computer-Text- und Bild-Material. Dessen Produkte erscheinen zumeist in großer Auflage und dienen dem Zweck, Geld zu verdienen.

Die Anfänge des Berufes Grafiker reichen bis in die Renaissance zurück. Mit der Erfindung des Buchdrucks entstand ein Bedarf nach Menschen, die darüber entscheiden können sollten, wie ein gedrucktes Schriftbild auszusehen habe und wie man Schrift und Bild aufeinander abstimmen konnte. Gleichzeitig verdrängten die Grafiker und ihre Vorgänger, die Schriftsetzer, die Jahrhunderte alte Kunst der Kalligraphie, die Kunst also, die sich mit dem handlichen Schönschreiben beschäftigte.

Die Ausbildung zum Grafiker ist nicht einheitlich. Sowohl an Hochschulen als auch an Fachhochschulen kann man in Deutschland Grafikdesign studieren. Ein Abschluss ist sowohl als Diplom als auch als Bachelor als auch als Master möglich. In den letzten Jahren ist es auch verstärkt möglich geworden, an privaten Schulen eine Design-Ausbildung zu absolvieren. Anders als die akademischen Abschlüsse sind diese Grade allerdings nicht gesetzlich geschützt.

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